Abschaltung braucht Zeit

Verfasst am 07.11.2016

Die Atomausstiegs-Initiative verlangt eine vorzeitige Abschaltung aller Schweizer Kernkraftwerke (KKW). Bereits 2017 müssten drei von fünf KKWs abgeschaltet werden. Innerhalb eines Jahres, man stelle sich das vor! Die Stilllegung des KKW Mühleberg dauert zum Beispiel von der Planung bis zur Abschaltung 2019 sechs Jahre!

Unser Energieverbrauch nimmt nicht ab. Jeder hat Handy, PC, TV, Receiver für TV, Router für das Internet, Haushaltsgeräte, Gartengeräte etc. und es wird immer mehr. Auch diejenigen, die diesen überstürzten Atomausstieg fordern, fordern eine sichere Stromversorgung. 40% des Schweizer Stroms stammt aus Kernkraftwerken. Woher sollen wir ab 2017 den fehlenden Strom nehmen? Es ist unmöglich, innert einem Jahr genügend erneuerbare Energien aufzubauen. Bleibt also nur der Import aus dem Ausland. Was wäre denn besser. Strom aus den Kohlekraftwerken Deutschland oder Österreich, welche als Dreckschleudern bekannt sind und das Klima massiv belasten, oder Atomstrom aus Frankreich? Das ist heuchlerisch. Ich will die Abhängigkeit vom Ausland senken nicht steigern.

Mit der Energiestrategie 2050 hat das Parlament den schrittweisen Atomausstieg beschlossen. Das Resultat ist aber das Gleiche, nämlich eine Schweiz ohne Atomkraftwerke. Das Problem ist gelöst. Darum stimme ich NEIN zur Atomausstiegs-Initiative am 27. November 2016.